Wir über uns

Verein:

Bereits Anfang der 90er Jahre trafen sich die ersten Boulespieler im Oranienpark. Seine hohen Platanen erinnerten an Boule-Plätze in Südfrankreich und vermittelten mediterranes Flair. Stephan Dahl, Wilhelm Stiehl und Steffen Eich waren damals die Pioniere, die schliesslich den “Pétanque-Club Bad Kreuznach” im Jahre 1995 gründeten. Also 88 Jahren nachdem im französischen La Ciotat der Geburtstag dieser Sportart gefeiert wurde. Dort wandelte man wegen des unter starkem Rheuma leidenden Kaufmanns Jules-le-Noir die Regeln etwas ab. Statt der bis dahin üblichen drei Anlaufschritte spielte man aus dem Stand mit geschlossenen Füßen (provenzalisch “péd tanco”, französisch “Pides tanqués”). Von dort aus eroberte die neue Spielform Marseille und schließlich die ganze Provence. Pétanque war geboren.

 

Spielgelände:

Die Kreuznacher Familie Pitthan erwarb 1830 das Gelände des Oranienparks auf der einst das Kloster St. Peter stand. Carl Friedrich Pitthan nutzte die hervorragende Lage des Grundstücks zum Bau des legendären Hotels. Das Hauptgebäude wies einen Salon, 14 Bäder, 56 Zimmer und zwei Küchen auf. Sechs weitere Zimmer, vier Badestuben und einen Salon boten die Nebengebäude. Ferner gab es ein eigenes Badehaus. Die 1840 erbohrte “Oranienquelle” war ursprünglich durch ein Leitungssystem mit dem Hotelkomplex verbunden. Um 1900 war der “Oranienhof” beim europäischen Hochadel sehr beliebt. Der Erste Weltkrieg unterbrach den Aufschwung der weltbekannten Badestadt und den Zustrom der Hotelgäste. Im Januar 1917 rückte der Oranienhof ins Zentrum der Weltgeschichte. Die Oberste Heeresleitung bezog vom 2. Januar 1917 bis 8.März 1918 hier Quartier. Nach Kriegsende im November 1918 wurde der “Oranienhof” von nordafrikanischen Besatzungstruppen bezogen. Während dieser Zeit entstanden schwerwiegende Schäden, die 1929 zum Abriss des ehemals prächtigen Hotels führten. Heute erinnert nur noch ein Nebengebäude und ein achteckiger Turm, der zur Wasserversorgung diente, an das Anwesen.

 

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