Archiv 2010

ARCHIV 2010

27.12.2010 Jahreshauptversammlung des Pétanque-Clubs
Gute Noten und kritische Anmerkungen bei Mitgliederbefragung
Trotz frostiger Witterung besuchten mit 23 Mitgliedern mehr als die Hälfte die Jahreshauptversammlung des „Pétanque-Clubs Bad Kreuznach“ (PC) zum Jahresende.
Der traditionelle Bericht des Vorsitzenden fußte erstmals auf den Ergebnissen einer Mitgliederbefragung, bei der jeder die angebotenen sportlichen und geselligen Veranstaltungen der abgelaufenen Saison auf der Notenskala zwischen 1 und 6 hatte bewerten können. 26 der 40 Mitglieder hatten davon Gebrauch gemacht – ein Rücklauf von immerhin 65 %.
Eine Durchschnittsnote von 2,1 für die vereinsinternen – also eher geselligen – Turniere spricht für eine große Zufriedenheit im Verein, was auch durch die Antwort bestätigt wird, wie gut sich der einzelne persönlich im Verein integriert und aufgehoben weiß: Hier liegt die Note bei 2,2 !
Vorstands-Chef Pitt Elben bedankte sich an dieser Stelle nochmals für das große Engagement vieler bei der Renovierung des alten Wasserturms im Frühjahr und zeichnete dafür mit Karl Braun, Manfred Grießhammer und Mario País gleich drei „Mitglieder des Jahres“ aus.
Doch gibt es im PC nicht nur eitel Sonnenschein. So zeigten die Rückmeldungen zum Trainingsbetrieb: Hier verschleiert die 3,0 Durchschnittsnote, dass vor allem an der sportlichen Weiterentwicklung interessierte Spieler unzufrieden darüber sind, wie selten angeleitetes und abwechslungsreiches Training angeboten wird !
Von dem neu konzipierten Sportausschuss erhoffen sich die Mitglieder dazu Impulse für den Trainingsalltag. Reinhold Hassel wurde mehrheitlich zum Sportwart gewählt, der unterlegene Gegenkandidat Manuel Nuss sowie Steffen Eich und Paulo Jacinto bilden gemeinsam mit Hassel den Sportausschuss.
Im PC-Vorstand ist somit der vakante Platz des Sportwarts wieder besetzt.
Schatzmeister Wilhelm Rieper hatte bereits vorher in seinem Kassenbericht über eine solide finanzielle Situation des Vereins berichtet, die trotz der Investitionen in das Wasserturm-Projekt sehr stabil ist. Die Kassenprüfung bescheinigte ihm eine tadellose Kassenführung, so dass der Vorstand bei Enthaltung der Betroffenen entlastet wurde.
Im sportlichen Rückblick auf die abgelaufene Saison überwogen positive Stimmen. Zwar schaffte es das Landesligateam nicht die Klasse zu halten: Fünf der zehn Mannschaften müssen aufgrund einer umstrittenen Sonderregelung die höchste Spielklasse verlassen !
Doch die als Meister in die Bezirksliga aufgestiegene 2. Mannschaft erreichte mit Bravour das schwierige Ziel des Klassenerhalts !
Und auch der Saisonhöhepunkt der Bouleszene, das traditionelle „Oranienparkturnier“ an Fronleichnam, hatte dem Verein mit 85 Zweier-Teams (Doublettes) erneut einen Teilnahmerekord beschert, mittlerweile eines der größten Turniere im Südwesten !
So verwundert es auch nicht, dass der Landesverband dem Club im Oranienpark erstmals die Ausrichtung der Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in der Disziplin „Doublettes“ anvertraut hat. Sie wird am 8. Mai ausgetragen.
PC-Vorsitzender Pitt Elben bedankte sich zum Schluss bei allen, die sich aktiv in diesem kleinen Verein nach dem Kästner-Motto engagierten: „Es gibt nichts Gutes – außer man tut es !“

29.09.2010 Überraschungssieg bei der Stadtmeisterschaft
Eugen Renz und Arnulf Schatz (Pétanque-Club Bad Kreuznach) sind neue Stadtmeister im Boule. Im Finale setzten sie sich 13:7 gegen die Titelverteidiger Bernd Lahm und Mario País (ebenfalls PC Bad Kreuznach) durch, die schon 7:1 in Führung gelegen hatten. Doch plötzlich konnten die Altmeistern fast keine Kugel mehr in der Nähe des „Schweinchens“ platzieren, während ihre Gegner diese Schwäche sehr konzentriert und taktisch klug nutzten. In nur drei Aufnahmen gelangen Renz / Schatz unglaubliche 12 Punkte und sicherten sich so erstmals den Titel und den neuen Wanderpokal.
Bei trockenem Wetter und idealen Bodenverhältnissen waren am Sonntag 14 Teams der Einladung in den Oranienpark gefolgt, wo nach drei Spielrunden im „Schweizer System“ die beiden Finalisten als einzige alle Partien gewonnen hatten. Den 3. Platz belegte die Doublette Antonio Bicho und Joaquim Cristina (Portugiesischer Sportverein CDP) mit 2:1 Siegen vor den Teams Martin Haberscheidt / Bernd Rudershausen (BC Rheingrafenstein) und Jean Rossé / Reinhard Zahn (PC Bad Kreuznach / BC Bacharach), die sich mit gleicher Punktedifferenz den 4. Rang teilten.
Auch Wilhelm Rieper / Pitt Elben (Platz 6) und Karl Braun / Dietmar Walloch (Platz 7- alle PC Bad Kreuznach) hatten jeweils zwei von drei Spielen für sich entscheiden können.
Dass in diesem Turnier auch die sieglosen Vierzehnten (Stefan Groß und Mohzen Zadeh) ein Weinpräsent erhielten, sieht der gastgebende Verein auch als ein Zeichen von Respekt für all die, denen die Teilnahme wichtiger ist als der Sieg.
Die Boulespieler freuen sich schon auf den nächsten Samstag, wenn im Oranienpark die zehn besten Teams aus Rheinland-Pfalz am letzten Ligaspieltag um die Landesmeisterschaft kämpfen. Der gastgebende PC Bad Kreuznach, einziger Vertreter aus der Region, kämpft – wie fast jede Saison – gegen den Abstieg, auch wenn diesmal die Erfolgschancen nicht sehr hoch sind.

11.09.2010 PC II: Saisonziel Klassenerhalt erreicht !

(Slideshow)

Sicher hat es sich herumgesprochen, aber hier ist es schwarz auf weiß:
Unsere „Zweite“ hat den Klassenerhalt in der Bezirksliga Rhein-Nahe geschafft !
Mit einem in dieser Höhe sensationellen 5 : 0 Sieg gegen den eigentlich spielstärkeren Konkurrenten PCCM Mainz haben wir im letzten Spiel der Saison durch großen Teamgeist und Nervenstärke alles klar gemacht.
Vorher hatte es gegen die Portugiesen (CDP) eine deutliche 1:4 Niederlage gegeben, Karl & Jean holten den Ehrenpunkt.
Aber dass wir in der entscheidenden Partie gegen Mainz dann beide Triplettes und alle drei Doublettes gewinnen würden, darauf hätte niemand getippt !
Es zeigte sich, wie wichtig es ist, als Team aufzutreten, sich gegenseitig aufzubauen und niemals aufzugeben. Genau das war der Knackpunkt, denn die tapferen Mainzer scheiterten vor allem an ihren Nerven…
Im Mixed Triplette gewannen Gertie / Reinhold und Jean mit 13:8, das Herren-Triplette entschieden Dietmar, Karl und Pitt mit 13:7 für den PC.
Und das gab Selbstvertrauen ! So drehten Pitt & Manuel (gegen Eva und Deniz !) einen 0:8 Rückstand in ein 13:9 ! Auch Jean & Karl lagen schon mit 1:9 zurück, bevor Dietmar für Karl (der an diesem Tag überragend gelegt hatte) als Joker hereinkam und am Ende mit Jean die Partie gegen Wim & Steffen Eich noch 13:11 gewann.
Das Mixed Gertie & Reinhold war klar mit 13:4 erfolgreich !
Erwähnen sollte man auch, das Rainer Malburg als Einwechselspieler und geduldiger Unterstützer mit dabei war ! Wie es in der Liga weiter geht (Einführung der Oberliga Nord), ist noch unklar. Wir aber haben zunächst einmal mit einer ausgeglichenen Bilanz unser Saisonziel erreicht !

04.09.10 Landesligafinale im Oranienpark: Ein Meister und viele Absteiger…

Rockenhausen gewinnt Titel – Kreuznach mit versöhnlichem Abschluss
Die besten 10 Bouleteams aus Rheinland-Pfalz reisten am Samstag zum Oranienpark nach Bad Kreuznach – nicht nur um den Landesmeistertitel der Vereine auszuspielen…
Es gab mehr „Schicksalsspiele“ als sonst an einem letzten Spieltag – und sie wurden trotz aller Dramatik sportlich fair ausgetragen, obwohl sie für viele bitter endeten.
Doch der Reihe nach: Die favorisierten Altmeister aus Rockenhausen, zuletzt 2006 erfolgreich, waren als einzige Mannschaft noch ungeschlagen und galten in den ausstehenden beiden Matches als Favorit. Nach einer überraschenden 0:5 Pleite gegen die starken Essinger mussten die „Boulefreunde Le Cochonnet Rockenhausen“ gegen den BC Herxheim unbedingt gewinnen. Die Nerven hielten und nach zwei knapp gewonnenen „Triplettes“ gewannen die Nordpfälzer auch die drei „Doublettes“, was den 5:0 Endstand bedeutete und mit 8:1 gewonnenen Partien den Meistertitel vor Wittlich (7:2 Siege). Die Eifeler wurden im direkten Duell gegen den BC Hauenstein mit 3:2 Vizemeister.
Dahinter belegten die südpfälzischen Nachbarn Herxheim und Essingen mit 6:3 bzw. 5:4 Siegen die Plätze vier und fünf.
Dass für die nächstplatzierten Wormser „Rheinbouler“ der 6. Platz kaum ausreichen wird, um die Klasse zu halten, ist ein bitteres Kuriosum, das erklärt werden muss.
Denn die beschlossene Strukturreform der Boule-Ligen sieht zu Beginn der neuen Saison 2011 zwischen der jetzigen Landesliga und den vier bisherigen Bezirksligen die Schaffung von zwei neuen „Oberligen“ vor. Da die Landesliga gleichzeitig von zehn auf acht Vereine reduziert werden soll, beschloss der rheinland-pfälzische Landesverband, dass in diesem Jahr vier statt der üblichen zwei Teams absteigen müssen.
Doch es kommt noch härter: Seit Sonntagabend steht der BC-Kaiserslautern-Otterbach – einziger Bundesligist aus Rheinland-Pfalz – als Absteiger fest, so dass auch die Wormser noch absteigen können. Eine kleine Hoffnung besteht nur, wenn sich die „Boulefreunde Rockenhausen“ bei der Aufstiegrunde zur Bundesliga durchsetzen sollten – die Chancen stehen nicht sehr gut …
Sicher abgestiegen sind die beiden regionalen Landesliga-Vertreter: auf Rang 7 der Aufsteiger PC Bacharach (3:6 Siege / 23 gewonnene Spiele) und auf dem 8. Platz der PC Bad Kreuznach ( 3:6 / 15) – vor dem BC Landau und dem BC Hochstein.
Dabei hatte die Équipe um Bernd Lahm nach einer bravourösen Partie ein schon verloren geglaubtes Spiel gegen die „Rheinbouler Worms“ noch mit 3:2 gedreht und konnte auch die letzte Partie gegen das Schlusslicht vom BC Hochstein mit 4:1 für sich entscheiden: ein versöhnlicher Abschluss für die faktisch bereits abgestiegenen Badestädter.
So endete ein sonniger Spieltag im Oranienpark bei besten äußeren Bedingungen mit Komplimenten für den Gastgeber, der in Organisation und Verpflegung sein Bestes gegeben hatte, sportlich aber das schwierige Saisonziel verpasst hatte. Noch 2007 und 2009 hatten dem PC Bad Kreuznach drei Siege in neun Spielen für den Klassenerhalt gereicht…
Der BC Hochstein als Zehnter und der BC Landau (9.) steigen in die künftige „Oberliga Süd“ ab, der PC Bad Kreuznach (8.) und der BC Bacharach (7.) stehen als Starter für die Oberliga Nord fest. Ob auch mit den Wormsern ein fünfter Club folgen wird, entscheidet sich Ende Oktober.
So endet diese Landesligasaison mit der fragwürdigen Regelung, dass entweder die Hälfte oder 4 von 10 Teams aus der Landesliga absteigen müssen. Gleichzeitig dürfen 2 Teams aus den künftig drittklassigen Bezirksligen ohne die Zwischenstation Oberliga direkt in die Landesliga aufsteigen – ein aussichtsreicher Kandidat ist der BC Rheingrafenstein, der am nächsten Wochenende auf heimischen Gelände den Meistertitel der Bezirksliga „Rhein-Nahe“ perfekt machen kann und einen der beiden Plätze anstrebt.
Beim PC Bad Kreuznach war die Stimmung trotz des Abstiegs recht gelassen: Das Team vom Oranienpark dürfte in der nächsten Saison durchaus Chancen haben, in der neuen Oberliga den Wiederaufstieg zu schaffen.

03.06.2010 „Turniersplitter“
Boule und Barock
Bürgermeisterin Martina Hassel hatte das Oranienpark-Turnier am Morgen eröffnet mit einem Kompliment an die Veranstalter vom Pétanque-Club, die am Vorabend den von ihnen renovierten Wasserturm in einer kleinen Feier vorgestellt hatten. Nach einem kurzen Rundgang über die mit biologisch abbaubarer Sprühkreide dezent markierten Spielfelder sagte die Bürgermeisterin: „Wenn man es nicht anders wüsste, könnte man annehmen, dass der Barockgarten von seinem Architekten schon damals extra für den Zweck des Boulespiels angelegt worden ist !“
Heimvorteil
Die neuen und für auswärtige Spieler nicht leicht „lesbaren“ Spielfelder am Wasserturm waren eine der Erklärungen dafür, dass die lokalen Doublettes manchmal gegen etablierte Spitzenspieler erfolgreich waren. So nutzten die Finalisten Lahm / País die Hanglage von Platz 41, um dem bis dahin exzellent aufspielenden Wiesbadener Mixte Ritter / Weise ihre Grenzen aufzuzeigen. Das „Lesen“ der Böden – Erkennen von Bodenwellen, Suchen eines optimalen Aufschlagpunktes („Donnée“) – ist eine wesentliche Grundlage, damit ein Leger seine Kugel erfolgreich in der Nähe der Zielkugel, des „Schweinchens“, platzieren kann.
Gelb-schwarze Krise
Die Finalisten Bernd Lahm und Mario País waren auch optisch ein Hingucker. Nicht nur von der Körperstatur echte Kontraste, fiel den Zuschauern beim Finale auf, dass der Leger im langen schwarzen Hemd mit seinem eher untersetzten Schießer im gelben Vereinstrikot Assoziationen zur Politik weckte. Im Spiel gegen die Wiesbadener Ritter / Weise noch fast fehlerlos, gerieten Lahms Legerkugeln abwechselnd zu lang oder zu kurz. Trockener Kommentar eines Pfälzer Beobachters: „Schwarz-gelb wie in Berlin! Erscht denkt mer, jetzt leeche se los – un dann leeche se nur noch vorbei…!“
Handarbeit
Ohne die Dienste eines Notebooks ist die Turnierorganisation nicht mehr zu leisten. Ein neues Notebook und ein alter Drucker, das geht aber oft nicht zusammen. Und obwohl Paulo Jacinto mit ein paar Tricks die beiden miteinander versöhnt hatte, klappte der Ausdruck der gelosten Paare in Runde 1 nicht. Zum Glück hatte man in Handarbeit eine große Tafel mit Klettband für den Notfall präpariert und drapierte darauf die Paarungen mit den Spielfeld-Nummern in Handarbeit. Das kostete zwar einige Minuten, war aber allemal besser, als die 42 Paarungen vom kleinen Bildschirm vorzulesen…. Das beeindruckte nicht nur die Spieler, sondern auch den Drucker, der ab der nächsten Runde wieder brav seine Seiten ausspuckte.
Schwäbische Größe
Eine der Erwartungen des PC-Vorsitzenden Pitt Elben ist , dass sich Anfänger und Spitzenspieler im Oranienpark gleichermaßen wohl fühlen. So auch das Ehepaar Marianne und Walter D. aus der Nähe von Heilbronn, die den 85. und damit letzten Platz bei ihrem „ersten Bouleturnier überhaupt“ ohne negative Gefühle akzeptierten. Im Gegenteil. In einer ersten Reaktion zeigten sie sich auf der Webseite des Pétanque-Clubs „überrascht von der Freundlichkeit der Club-Mitglieder und der Gegner während der Runden und bedankten sich für die wertvollen Tipps…“ Der Eintrag im Gästebuch schließt mit : „Herzlichen Glückwunsch und : Macht weiter so !“

03.06.2010 Oranienparkturnier 2010
Donnerstagmorgen im sonnigen Oranienpark. Überall auf den Spielfeldern vor der Orchestermuschel klackten die Schüsse der Tireure (Schießer), die sich mit ihren Pointeuren (Legern) einspielten. Die Uhr zeigte kurz nach zehn, der Einschreibeschluss für das beliebte Oranienparkturnier war schon um eine Viertelstunde überschritten. Doch der Computer war der Fülle an Anmeldungen kurz vor Meldeschluss nicht gewachsen, die letzten Anmeldezettel der 84 Teams wurden gerade eingegeben – und so gab es noch eine spontane Entscheidung: Jörg Born (LG Tromm), dreifacher deutscher Meister und 2007 bereits im Turnierfinale, zeigte an, dass sein Spielpartner auf der Autobahn wegen einer Panne festsaß. Schnell war man sich bei der Tunrnierleitung einig, dem Hessen einen Spielpartner aus dem heimischen Serviceteam anzubieten. Born akzeptierte sofort… und so schaffte es die Doublette Nr. 85, Jörg Born gemeinsam mit Jean Rossé vom Pétanque-Club (PC) Bad Kreuznach nach fünf Spielen ohne Niederlage bis ins Finale ! Das allein war schon ein sportlicher Erfolg für den ruhigen Allroundspieler aus Odernheim/Glan, der sonst im Bezirksligateam des PC spielt. Doch es kam noch besser für den ausrichtenden Verein. Auch die „Lokalmatadore“ Bernd Lahm und Mario País kämpften sich mit Glück und Können bis ins Endspiel vor! Eine kleine Sensation bei dem wieder einmal mit Spitzenspielern gespickten Teilnehmerfeld: darunter allein fünf deutsche Meister !
Aber das Image dieses Turniers lebt von der reizvollen Mischung, bei der auch ein Anfänger Respekt und Freundlichkeit erwarten darf.
Dass die 85 Zweierteams nach dem wetterbedingt etwas kleineren Spielerfeld vom Vorjahr erneut einen Teilnahmerekord bedeuten, freute den Veranstalter, der alle Spielflächen im Park optimal präpariert und markiert hatte.
Und so entwickelten sich auf den Gehwegen im Barockgarten, wo die Rosen seit ein paar Tagen aufgeblüht waren, am alten Wasserturm und vor der Orchestermuschel spannende Spiele, bis nach 210 Partien gegen 19 Uhr feststand, dass es drei Kreuznacher ins Endspiel geschafft hatten.
Die meisten der 170 Boulespieler bildeten unter der alten Rotbuche eine eindrucksvolle Kulisse für das Finale Lahm / País gegen Born / Rossé – doch nach gutem Beginn verflachte die Partie zusehends. Die beiden Leger hatten in den stundenlangen Partien offenbar ihre Konzentration verloren und agierten nur selten mit der nötigen Präzision. So mussten die Schießer oft als Ersatzleger ran, und wenn es doch einmal eine Spitzenkugel wegzuschießen galt, dann war die Trefferquote von Born meist höher als die von País. Erst am Schluss gelangen dem sympathischen Portugiesen ein paar spektakuläre Treffer, aber da war es schon zu spät. Jörg Born war als Leger und als Schießer die dominierende Persönlichkeit in einem eher niveauarmen Finale und konnte sich mit Jean Rossé über einen 13:9 Erfolg freuen..
Auf Platz 3 landete die saarländisch-hessische Doublette David Dörr / Duy Dang vor Hans-Joachim Neu (Sieger 2007) / Erich Heyden (BC Saarwellingen) und Barbara Ritter / Peter Weise (LBJ Wiebaden). Jinzhao Hu und Andreas Wagener (TV Dreieichenhain) gewannen erneut den von der Allgemeinen Zeitung gestifteten Pokal für das beste Jugendteam.
Zu den Geldpreisen für die ersten 8 Doublettes gab es noch bis zu Platz 15 Weinpreise, welche Winzer aus der Umgebung als Sponsoren zur Verfügung gestellt hatten.
Das Verpflegungsteam um Karl Braun und Wilhelm Rieper bekam viel Lob für die Verpflegung, und auch wenn es bei der Auslosung der Partien mit dem Computer anfangs eine Zeitverzögerung gab, durfte Paulo Jacinto von der Turnierleitung mit der Organisation durchaus zufrieden sein.
Und die meisten, nicht nur die beiden Doublettes aus Lothringen, verabschiedeten sich mit einem „à l’année prochaine!“ (bis zum nächsten Jahr !) vom Oranienpark. Mit der Vielfalt seiner Böden und dem wunderbaren Ambiente eines Landschaftsgartens ist er der Hauptfaktor dafür, dass dieses Turnier in Bad Kreuznach inzwischen zu den beliebtesten nationalen Turnieren zählt !
Komplette Rangliste findet man unter Oranienparktunier

 

(Slideshow)

25.04.10 Erster Spieltag der Landesliga und Bezirksliga
mit Licht und Schatten
Mit einem in der Höhe überraschend klaren 4:1 Sieg gegen Landau startete unser Landesligateam beim 1. Spieltag in Rockenhausen. Nach den beiden Triplettes hatte es aufgrund des 13:6 Erfolgs im Mixte (Heike-Bernd-Jean) noch unentschieden gestanden, danach konnten sich alle Doublettes Paulo/Mario (13:8), Eugen/Jean (13:7) und Bernd/Heike (13:6) durchsetzen.
So ging man optimistisch in die zweite Partie gegen Aufsteiger Bacharach. Diesmal verlor das Triplette mixte mit 7:13, dafür gewannen Paulo/Mario/Eugen ihr Spiel mit dem gleichen Ergebnis. Doch in den Doublettes konnten sich leider nur Eugen und Jean mit 13:11 durchsetzen, so dass die Partie insgesamt mit 2:3 verloren ging.
Wenn man bedenkt, dass Bacharach ein direkter Konkurrent um den Klassenerhalt sein wird, war diese Niederlage besonders bitter. Dennoch macht die Leistung gegen Landau und der 4. Tabellenplatz nach dem 1. Spieltag Hoffnung auf mehr…
Auch der Auftakt für unser Bezirksligateam verlief ungünstig – zumindest, was das Ergebnis betrifft. Denn das wir als Aufsteiger vor allem den Klassenerhalt im Auge haben, war klar. Und zwei Stammspieler wir Jean (LL-Einsatz für Arnulf) und Reinhold ersetzen zu müssen, minimierte die Erfolgschancen am 1. Spieltag.
Dass wir gegen den amtierenden Meister dennoch nur knapp mit 2:3 unterlagen, war respektabel. Dabei steuerte das Triplette Mixte (Lakshmi/Rainer/Karl) einen Punkt bei (13:10) und auch der 13:7 Erfolg von Philipp und Pitt (gegen Dagmar und Jan Knobloch) überraschte.
Ärgerlich dagegen die knappe 2:3 Niederlage gegen den BC Rheingrafenstein, zumal man nach beiden knapp erfolgreichen Triplettes (Rainer/Karl/Dietmar und Philipp/Pitt/Gertie) schon einen 2:0 Vorsprung hatte. Doch dann war bei allen 3 Doublettes „die Luft raus“.
Selbst wenn die knappen Niederlagen schmerzen, die Stimmung im ersatzgeschwächten Team war gut – und so gehen wir mit Optimismus in die nächsten Partien gegen den SFC Nahetal und die Portugiesen am 8. Mai im Oranienpark.

18.04.2010 Ein Trainingstag mit „Joppo“ (Jürgen) Albers
Acht Mitglieder hatten sich zu einer vereinsinternen Boule-Fortbildung gemeldet – und zwölf kamen ! Joppo Albers nahm’s gelassen – statt der geplanten Doublettes-Einheiten wurden halt Triplettes gespielt. Das Wetter am Sonntag (18.4.) war ideal, die Laune entsprechend.
Dank Ruths leckerer Möhrencremesuppe war auch der kleine Hunger über Mittag zufrieden gestellt – es sollte ein entspannter und zugleich spannender Trainingstag werden !
In einer ersten Runde am Morgen war „Schießen“ lernen bzw. verbessern der Wunsch der meisten – und das übten wir dann mit einer denkbar einfachen Anordnung. Das Herauspicken der mittleren Kugel von drei dicht hintereinander liegenden war keine Anfängeraufgabe. Aber es galt damit sofort, „weiche“ und etwas höhere Bögen zu spielen um Erfolg zu haben.
Joppo gab bei jedem Einzelnen Tipps zur Hand- und Körperhaltung, lobte ausdrücklich, wenn sichtbare Fortschritte sichtbar wurden – unabhängig, ob es Treffer gab oder nicht. Da liegt eine seiner Stärken: das ganz persönliche Eingehen auf jeden Einzelnen, das genaue Analysieren und ein paar Tipps um zu ermutigen… So gab der Darmstädter jedem ein feed-back über seine persönlichen Stärken und Schwächen.
Der zweite „große“ Übungsteil war ein nur vermeintlich leichter: Es galt auf unserer berüchtigten Gefällstrecke der „Bahn 4“ eine auf knapp 6 Meter in den Hang gelegte Legerkugel, die eigentlich mit ca. 70 cm vor der Wutz nicht besonders gut platziert schien, so zu passieren, das man den Punkt macht. Fast alle „legten durch“, zu schnell, zu hart – nur wenige schafften es „mit dem Omawurf“ – wie Joppo es nannte, den Punkt zu machen. Eine gute Erfahrung, dass in bestimmten auch das einfache Rollen die beste Technik sein kann !
(Aus)Suchen und Variieren (s)einer Donnée war ein weiterer Übungsteil, das Umspielen einer Legkugel durch „Anschneiden“ ein anderer.
Was uns Joppo immer wieder klar machte: Redet mehr miteinander, baut Euch nebeneinander auf, tretet auch optisch auf dem Spielfeld als Team in Erscheinung, das sich wechselseitig unterstützt ! Diese mentalen Mängel sollten wir am ehesten ausräumen können, wenn unsere beiden Teams in die Saison starten !
Das Echo der meisten auf Joppos engagierte, manchmal auch etwas wortreiche Trainingseinheiten war durchweg sehr positiv !
Nun sind wir gespannt, ob die Erwartungen erfüllt werden, dass die Teilnehmer dienstags – wie versprochen – ihre Erfahrungen in Form von angeleiteten Trainingseinheiten weitergeben…

10.04.2010 „Super Mêlée Coupe“: Gelungene Premiere im Park
Die neue Turnierserie des „Super Mêlée Coupe“ startete am Samstag (10. April) bei gutem Wetter im Oranienpark. Gedacht als eine reizvolle Abwechslung im Trainingsalltag und auch als geselliges Angebot für die „Freizeitspieler“ ohne Lizenz bietet der Club diese Turniere an acht Donnerstagen in der Saison (s. Termine) an – nur der Auftakt und der Abschluss liegt an einem Samstag. Und es wurde ein gelungener Auftakt.
Trotz Ende der Osterferien schrieben sich immerhin 15 Mitglieder und 3 Gäste ein, und spielten in 4 Runden mit ständig wechselnden Spielpartnern den Tagessieger aus.
Dabei gab es jeweils 3 Paarungen im Doublette und eine Triplette-Partie.
Prinzip des niedrigen Startgeldes von 2 €: Die Hälfte soll an die beiden Erstplatzierten ausgeschüttet werden, der Rest wandert in den Jackpott für die Gesamtserie. Eine kleine Rangliste begleitet das Turnier – die jeweils sechs Besten bekommen Punkte dafür.
Als einziger Spieler konnte Horst Seyfried von unseren Boulefreunden „Nah Dran“ alle vier Partien gewinnen und wurde mit 7 Punkten und der bescheidenen Siegprämie von 11 Euro belohnt, zweiter wurde Manuel Nuss (5 Punkte / 7 Euro).
Zwischen Manuel und den Nächsten mit 3 Siegen lagen nur wenige Punkte Unterschied.
Hier die Rangliste nach der ersten Runde:
1. Horst Seyfried (7)
2. Manuel Nuss (5)
3. Mario País (4)
4. Wilhelm Rieper (3)
5. Reinhilde Schmitt (2)
6. Dietmar Walloch (1)
Dass neben dem sonnigen Wetter auch das Essen (köstliche Kuchen; Würstchen) für gute Laune sorgte, machte Lust auf mehr !
Nächster Spieltag: Donnerstag , 29. April, 17 Uhr im Park: dann nur drei Spielrunden !

07.03.10 Sonnige Saisoneröffnung im Oranienpark !
Auch wenn die Temperaturen morgens noch deutlich im Minus lagen, die Sonne strahlte vom blitzblauen Himmel und wärmte alle(s) allmählich auf. Die große Boulefamilie traf sich im Park rund um den Wasserturm – und es wurde ein richtig gemütlicher Tag, zu dessen Gelingen viele ihr Scherflein beitrugen. Karl hatte auf dem Markt Eier organisiert und gespendet, Wilhelm sorgte für Brot und Speck, Pitt brachte Glühwein mit, Brigitte, Gerlinde, Bernd und Dietmar hatten Kuchen mitgebracht. Wem es zu kalt war, schaute wenigstens mal im Park vorbei und hielt ein Schwätzchen…
Beim improvisierten Super Mêlée ging es dann auch eher um das Gesellige, den gemeinsamen Spaß – und das Los führte schlitzohrig Regie. Über den Tag verteilt waren immerhin 26 unserer 36 Mitglieder da : bei dieser Kälte eine respektable Quote!
Dass nach vier Spielrunden mal wieder zwei „alte Hasen“ vorne lagen und mit je 3 Siegen und nur einem Treffer Unterschied Platz 3 (Bernd Lahm) und Platz 2 (Mario Pais) belegten, war keine Überraschung. Dafür hätte auf den Namen des Siegers, der als einziger alle vier Spiele mit wechselnden Partnern gewann, am Morgen wohl niemand getippt: Mohsem Zadeh ! Wir freuten uns alle mit ihm, einem wirklichen glücklichen Gewinner ! Auch Manfred Grieshammer, der in der Loslotterie Pech hatte und Letzter wurde, erhielt noch einen Trostpreis.
Pitt Elben bedankte sich als Vorsitzender bei allen, die mitgeholfen und die Boulebahnen rund um den Turm in den letzten Tagen weitgehend fertig gestellt hatten. Wilhelms neuer Infokasten, den er selbst gefertigt hat, wurde eingeweiht und enthält einen mittlerweile schon gut gefüllten Saisonkalender.

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